Krallenschneiden

Hunde und Katzen wetzen sich in der Regel ihre Krallen auf Asphalt, harten Böden oder durch das Klettern auf (Kratz-)Bäumen selbst ab. Hat die Hauskatze aber nicht genug Kratzmöglichkeiten oder geht der Hund überwiegend im Wald oder auf Wiesen spazieren, so können die Krallen schonmal ihre physiologische "Ideallänge" überschreiten. Meist bemerkt der Tierbesitzer dies, wenn er beim Laufen des Tieres bei jedem Schritt eine Art Klickern hört. Dieses Geräusch entsteht, wenn die Kralle beim Abrollen der Pfote auf den Boden tickt.

Zu lange Krallen, können enorme Behinderungen für das Tier darstellen.  Nicht nur, dass beim Kratzen schnell offene, blutige Scheuerstellen entstehen, auch das komplette Gangbild kann sich verändern und zu Fehlstellungen, sowie Fehlbelastungen kommen. Folgeschäden sind vorprogrammiert! Viele Tiere rutschen auf glatten Untergründen durch zu lange Krallen gerne mal aus. Auch sollte die Gefahr einer Infektion durch eingewachsene Krallen berücksichtigt werden (Daumenkralle!). Das ist nicht nur schmerzhaft fürs Tier, sondern kann auch kostenintensive Behandlungen beim Tierarzt mit sich führen.

 

Wird das Krallenschneiden vernachlässigt, wächst der durchblutete Bereich immer näher in die Krallenspitze und erschwert so das Kürzen. Gerade bei langanhaltender Schonhaltung oder Nichtbelastung einer Gliedmaße, können die Krallen schnell zu lang werden und auch hinderlich für die Wiederbelastung sein.

 

Zur Krallenpflege gehört außerdem, die Zehenzwischenräume regelmäßig zu reinigen und ggf. die Haare zu stutzen.

 

Die Krallen sind zu lang, wenn...

 

... im Stand die Krallen den Boden berühren

... die Kralle länger ist als der Zehballen

... beim Laufen ein Klickergeräusch zu hören ist

... beim Kratzen blutige Stellen oder Schürfungen entstehen