Passive Bewegungstherapie

Das passive Durchbewegen gibt dem Therapeuten Informationen darüber, wie weit ein Gelenk beweglich ist und wo Einschränkungen oder Schmerzen auftreten. Gleichzeitig dient dies schon als Therapie, da z. B. die Gelenkflüssigkeit besser verteilt und die Propriozeption des Tieres angeregt wird.

 

Zur passiven Bewegungstherapie gehört auch das Dehnen. Langanhaltende  Schmerzen und Verspannungen können dazu führen, dass Muskeln sich verkürzen. Dadurch entstehen physiologische Dysbalancen und Statikveränderungen. Das Dehnen verbessert den Bewegungsradius, sowie die Elastizität der Muskulatur.

Zu den Techniken der Gelenkmobilisation gehören Traktion und Approximation.  Bei der Traktion wird Zug auf das Gelenk ausgeübt. Die Gelenkflächen werden dadurch entlastet und die hypertone Muskulatur entspannt, was schmerzlindernd wirkt und zudem die Produktion von Synovia (Gelenkschmiere) anregt. Bei der Approximation wird das Gelenk hingegen zusammengedrückt, was die Haltungsreflexe anregt und tonussteigernd auf die Muskulatur wirkt.


 

Über die PNF (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation) wird die Körperwahrnehmung des Tieres gefördert und seine Feinmotorik trainiert. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln zu verbessern.

 

Propriozeption beschreibt das Bewusstsein über den eigenen Körper und in welcher Stellung sich z. B. die Gliedmaßen befinden.  Das ist wichtig, um sich im Alltag zu koordinieren und Bewegungen problemlos ausführen zu können.  Neurologische Patienten oder auch Patienten mit langanhaltender schmerzbedingter Schonstellung profitieren sehr von dieser Therapieart.